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Der Dakar-Niger-Express - L’Express Dakar-Niger

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Wo bleibt der Charme des Express?

May 8th, 2008

Und wieder warten wir auf den Express am Gare de Hann in Dakar. Diesmal hat er zwei Stunden Verspätung. Wir können selbst nicht glauben, das wir am Nachmittag tatsächlich ein drittes Mal in ihn einsteigen, um die nächste Nacht und den folgenden Tag in ihm zu verbringen. Wir haben bis zur malischen Grenze gelöst, um ein paar letzte Fotos zu schießen. Im Express werden wir von Reisenden sowie Angestellten wiedererkannt und gegrüßt. Das Prozedere beim Einstieg ist immer noch überwältigend, aber lang nicht mehr so fremd. Von den ca. 40 Sitzen im Abteil ist vielleicht die Hälfte verkauft, an Händlerinnen sowie Reisende. Unsere Sitze sind leider doppelt vergeben. Ungläubig starren wir auf die Tickets der beiden Jungs. Tatsächlich der selbe Wagen, die selbe Sitznummern. So kommen wir in den zweifelhaften Genuss unsere Sitzplätze selbst zusammenstellen und halten Ausschau: Wo gibt es noch einen kompletten Sitz, wo hält die Lehne? Die meisten Sitze hängen schief aus den Angeln und sind bis zu den Sprungfedern aufgeschlitzt. Zudem sind sie belagert mit Gepäck oder von den jungen illegal mitreisenden Männern, die während der Kontrolle auf das Zugdach flüchten. Nach einer Weile des ruhigen Ausharrens haben wir schließlich zwei Plätze ergattert. Wir verlagern auch noch die darunter stehen Fischeimer in den Gang.
Während der gemächlichen Fahrt durch die Hitze, kreisen die Gedanken. Unser Blick ist seit der ersten Reise kritischer geworden. „Hat der Express Charme?” fragen wir uns. Selbst am Ausgang stapeln sich die Waren. Dort wankt ein Turm im Geruckel des Zugs: den Sockel bilden Säcke mit kaputten Kacheln, darüber leere, gefaltete Kartons, ganz oben auf Bündel mit 5 Liter Plastikflaschen, leer natürlich. Die Händlerinnen werden 1200 km gen Osten in Bamako versuchen, damit auf den Märkten zu feilschen. Und während der gesamten Fahrt hangelt jedermann an dem Turm vorbei.
Das Reisen im Express ist für alle anstrengend und strapaziös. Viel wird mittlerweile vom neuen Zug geredet. Die meisten warten auf ihn, andere fürchten ihn jedoch. Im Hafen von Dakar stehe er bereits, der klimatisierte Express, so weiß jeder zu erzählen. Aber auch, dass dort viel weniger Platz zum Verstauen sein wird, dass die Kontrollen wohl genauer ausfallen werden, sowohl für Gepäck als auch für Mitreisende. Aber ohne Frage werden sich die Reisebedingungen stark verbessern: es wird funktionierende Toiletten, gute Sitzmöglichkeiten und vielleicht wieder eine Idee des Reisens geben.

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Nächtliches Zusteigen in den Express - Embarquement dans l’Express par une nuit noire

February 4th, 2008

[Version française en bas]

Man wisse nie, wann der Express ankomme und er sei niemals pünktlich. So wird es immer wieder bestätigt: von den verschiedenen Bahnhofsvorstehern, von Bewohnern an der Bahnstrecke und vom Zugpersonal.
Toukoto, auf halber Strecke zwischen Bamako und Kayes, erreicht der Express von Bamako irgendwann nach Mitternacht. Aber verpassen könne man ihn nicht, wird uns versichert. Man höre das mehrmalige Pfeifen schon lange, bevor der Zug in den Bahnhof einfahre. Man kann sogar eine Platzreservierung für den Express vornehmen, was etwas unwirklich erscheint, wenn man im Dunkeln zum Chef de la Gare kommt. Im Licht der Taschenlampe werden zwei Tickets ausgestellt. Die Sitzplatznummern werden von einem Zettelchen gestrichen, auf dem verschiedene Zahlen stehen. Auf die Nachfrage, woher er denn wüsste, welche Plätze noch frei seien, kommen zunächst ein verständnisloser Blick und dann die Antwort. Er habe mit Bamako telefoniert und von dort diese Nummern erhalten. Völlig klar, oder?
Da nichts weit weg vom Bahnhof in Toukoto ist - alle sind schnell da mit ihren Waren - können auch wir gelassen bleiben, als wir 3 Uhr nachts das besagte Pfeifen vernehmen. Noch genug Zeit alles zu ordnen und zum Bahnhof zu gehen. Der Zug steht schon da und wartet auf die wenigen zusteigenden Fahrgäste.
Unsere Plätze sind natürlich nicht mehr frei und die forsche Stimme des Zuständigen des Wagons reißt zwei Frauen mit zwei kleinen Kindern aus dem Schlaf. Nach einigem Hin und Her, dem Wecken und Versetzen weiterer Personen, sind die Plätze frei. Unser Angebot wir könnten uns doch auch woanders hinsetzen, wird ignoriert. Alles muss seine Ordnung haben. Wenn am nächsten Bahnhof jemand einsteige und wir säßen dann auf den reservierten Plätzen, das würde zu viele Probleme geben. Mit leichten Zweifeln an dieser Darstellung, aber doch recht froh zumindest einen Platz zu haben, fallen wir in den unruhigen Schlaf der Reisenden.

Version française: Embarquement dans l’Express par une nuit noire
Il paraît que l’on ne sait jamais quand arrive l’Express et qu’il n’est jamais à l’heure. Cela a au moins le mérite d’être bien dit. Et cette assertion se confirme chaque jour, que ce soit par la voix des chefs de gare, celle des habitants vivant le long de la voie ferrée ou encore par celle du personnel du train.
D’après l’horaire, l’express rallie Toukoto, station située à mi-chemin entre Bamako et Kayes, après minuit, mais à quelle heure exactement, nul ne saurait vous le dire. Ce qui est sûr, c’est qu’il est impossible de le rater. Il paraît qu’on entend son sifflement réitéré bien avant que le train ne fasse son entrée en gare. Nous avons même la possibilité d’effectuer une réservation pour l’Express, ce qui d’après notre entendement nous semble quelque peu illusoire lorsque nous nous présentons dans l’obscurité devant le chef de gare. Deux billets nous sont délivrés à la lueur d’une torche électrique. Les numéros de nos places assises sont biffés sur un bout de papier sur lequel sont marqués bon nombre de chiffres. A notre question de savoir d’où il tenait l’information que ces places seraient effectivement disponibles à Toukoto suit d’abord un regard bienveillant jeté sur nous avant que la réponse ne fuse : il était entré en contact téléphonique avec Bamako qui lui avait fourni les renseignements nécessaires. Clair comme de l’eau de roche, non?
Etant donné qu’à Toukoto aucun endroit n’est réellement éloigné de la gare – tout le monde peut s’y rendre en un clin d’œil avec armes et bagages – nous aussi restons sereines jusqu’à ce que nous percevions à trois heures du matin ledit sifflement tant attendu. Nous avons tout le temps d’arranger nos affaires et de nous rendre à la gare. Le train y est déjà à l’arrêt, attendant les quelques passagers qui le prennent en cours.
Bien entendu, nos places ne sont plus libres, et la voix autoritaire du responsable du wagon tire deux femmes accompagnées de deux enfants de leur sommeil. Après quelques va-et-vient, quelques palabres, le réveil et le transfert de certains voyageurs vers d’autres sièges, nos places sont finalement libérées. La proposition par nous faite de nous installer ailleurs n’est pas prise en considération. Cela ferait désordre ! Si quelqu’un montait à la prochaine halte et que nous occupions sa place réservée, cela pourrait créer beaucoup de difficultés. Avec quelques légers doutes en rapport avec ces explications, mais finalement pas mécontentes d’avoir au moins une place assise, nous faisons comme les autres passagers que nous avons rejoints là, en plongeant dans un sommeil agité.

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Dead End Koulikoro - Koulikoro, terminus!

February 3rd, 2008

[Version française en bas]

Das circa 60 km östlich von Bamako gelegene Städtchen Koulikoro ist mit dem Buschtaxi bestens zu erreichen. Die Straße führt entlang des Niger und wird von Bahnschienen begleitet. Sie führen bis in die Stadt hinein und enden plötzlich am Markt im Stadtzentrum.
Seinen Namen „Kolo koro” - „am Fuße des Berges” hat Koulikoro von dem Hügel, der es im Norden begrenzt. Koulikoro wurde Anfang des 19. Jahrhunderts von Dioba Diarra gegründet und 1894 in das französische Protektorat eingegliedert. Die Stadt entwickelte sich mit der Weiterführung der Eisenbahnstrecke des Dakar-Niger-Express, der hier zum ersten Mal am 10. Dezember 1904 endete. Die Strecke Bamako-Koulikoro wurde auf Grund des Hafens gebaut. Über diesen konnten Güter aus Gao, Mopti und Timbouctou auf den Zug weiter Richtung Westen zum Überseehafen nach Dakar transportiert werden.
Heute zählt Koulikoro 26.000 Einwohner und ist angenehm ruhig im Vergleich zur Hauptstadt. Der blau schimmernde Niger bestimmt mit seinem während der Trockenzeit eher gemächlichen Fließen und sandigen Stränden die Atmosphäre. Pirogen transportieren Güter und Menschen von einer Seite des Niger auf die andere, zum „Plage de Koulikoro”. Der Fluss und der Hafen spielen noch immer eine wichtige Rolle für den Personenverkehr und lokalen Gütertransport. Regelmäßig starten Bote Richtung Gao und Mopti. Die Bahnschienen und der Bahnhof dagegen sind völlig verweist. Man findet ihn schnell, wenn man den Schienen vom Markt folgt.
Der Name der Station ist noch immer gut lesbar. Das Gebäude wird bewohnt, im oberen Stockwerk stehen Schuhe vor der Tür und Kleidung wurde zum Trocknen aufgehängt. Das Gelände rings um den Bahnhof ist zum Abstellplatz für Autoreifen avanciert. Natürlich lassen es sich die Ziegen auch hier nicht nehmen, nach Fressbaren zu suchen. Diesmal sind sie in Begleitung einiger Esel. „Es müssen nun 10 oder 15 Jahre sein, dass hier der letzte Zug gehalten hat” so wird uns berichtet.
Läuft man weiter Richtung Westen findet man die Weiche und die Gleise die die Güterzüge zum Hafen von Kolikoro brachten. Dort ist noch halb verblasst „Office du Niger” an den Gebäuden zu lesen. Die Gebäude sind heute meist bewohnt und im alten Hafenbecken wird Wäsche gewaschen. Am Berg thronen zwei Gebäude im kolonialen Stil. Ihr Mauerwerk ist porös und die Farbe blättert ab, Zeichen aus vergangenen Zeiten. Darin befanden sich einst ein Hotel und eine Buvette für die Passagiere.

Version française: Koulikoro, terminus!
La meilleure manière de rallier la petite ville de Koulikoro, située à environ 60 kilomètres à l’est de Bamako, est de s’y rendre par taxi brousse. La route qui longe le cours du Niger est flanquée sur tout son long de rails. Ces derniers s’étendent sans discontinuer jusqu’à l’intérieur de la ville pour se terminer brusquement au niveau du marché, situé en plein centre-ville.
Son nom „Kolo koro” - „au pied de la montagne”, Koulikoro le tient de la colline qui la surplombe et marque sa limite nord. Koulikoro fut fondée au début du 19è siècle par Dioba Diarra, avant d’être intégrée dans le protectorat français. La ville connut un essor grâce à l’extension de la voie ferrée de l’Express Dakar-Niger qui s’arrêta ici pour la première fois le 10 décembre 1904. Le tronçon entre Bamako et Koulikoro fut construit en raison de son port. Ce dernier permettait de transborder des marchandises venant de Gao, Mopti et Tombouctou sur le train pour les acheminer en direction de l’ouest, au port maritime de Dakar.
Aujourd’hui, Koulikoro compte 26.000 habitants et est d’un calme exquis en comparaison à la capitale. Le fleuve Niger, d’un bleu scintillant au débit tranquille durant la saison sèche avec ses plages sablonneuses, détermine ici l’atmosphère. Des pirogues transportent les personnes et les biens d’une rive du Niger à l’autre à la „Plage de Koulikoro”. Le fleuve et le port jouent jusqu’à présent un rôle important dans le trafic et le transport des marchandises locales. Régulièrement, des embarcations prennent leur départ en direction de Gao et de Mopti. Par contre, les rails et la gare sont dans un état de délabrement avancé. On parvient à ce dernier en longeant les rails sur un court trajet au départ du marché.
Le nom de la gare est encore bien lisible. Le bâtiment est apparemment habité, à l’étage supérieur, on peut voir des chaussures déposées devant une porte, et du linge a été suspendu pour séchage. L’espace situé tout autour de la gare a été recyclé pour servir de dépotoir de pneus de voitures. Il va de soi que les chèvres ne se font pas prier pour venir chercher leur pitance ici. Quelques ânes leur tiennent compagnie en ces lieux. On nous apprend que « ça fait bien dix à quinze ans que le dernier train s’est arrêté ici. »
En continuant en direction de l’ouest on tombe sur un aiguillage et sur les voies qui conduisaient les trains de marchandises jusqu’au port de Koulikoro. Là-bas on peut encore lire sur les bâtiments à moitié défraîchis l’inscription „Office du Niger”. Les bâtisses sont aujourd’hui habitées pour la plupart, et le vieux bassin du port sert au blanchissage du linge. Près de la montagne trônent deux bâtiments construits dans le style colonial. La maçonnerie en est poreuse, et les peintures s’écaillent comme pour signifier que ce sont là des témoins d’une autre époque. Ces édifices hébergeaient jadis un Hotel et une Buvette destinés aux passagers.

Tags: Bahnhof, dakar-niger-express, engleist, office du niger
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11 Stunden Bala - 11 heures à Bala

January 18th, 2008

[Version française en bas]

Als der Dakar-Niger-Express in Bala hält, fehlen die gängigen Händler, die sich in Windeseile um die Zugfenster scharren und ihre Waren feilbieten: Erdnüsse, gefrorenes Wasser in Plastikflaschen, Eier, Melonen, Bananen. Alles gibt es sonst zu kaufen. In Bala jedoch nichts dergleichen. Wir befinden uns auf einem außerordentlich schlechten Abschnitt der Zugstrecke. Für die 180 km von Tambacounda bis nach Kidira an der malischen Grenze benötig der Zug durchschnittlich 10 Stunden. Ein Drittel davon liegt bereits hinter uns. Das gewohnte zweimalige Pfeifen des Schaffners und der darauf ertönende Ruf der Lokomotive bleiben jedoch zu lange aus. Der Zug sthet schon seit mehr als einer Stunde. Wir schlendern an den Waggongs entlang zur Lok. Dort blickt der Lokführer, lässig aus dem Fenster gelehnt, auf uns herunter. „Bonjour. Ca va” „Warum fahren wir nicht weiter?” „Ein Güterzug ist vor uns auf der Strecke entgleist.” Das mehrstündige Warten ist mit dieser Ansage besiegelt. Der Bahnhof Bala wird laut Plan nicht angefahren, darum fehlten auch die Händler. Wir bedauern etwas, dass nicht unser Zug entgleist ist und wir somit auch nicht Zeugen des zurück in die Schienehievens werden können.
Bala ist schnell erkundet, ein paar Hütten, leere überdachte Stehlen eines Marktes, ein Laden und ein Restaurant an der Straße. Sonst nichts. Der stehende Zug zerschneidet das Dorf in zwei Hälften. Ganze Schulklassen, Frauen mit ihren Kindern durchqueren den Zug. Sie mühen sich die Stufen herauf und wieder runter. Nur den Zigen ist es zu heikel. Unter einem Schatten spendenden Baum unterhalten wir uns mit ein paar Mitreisenden bei gezuckertem Tee über das woher und wohin. Ein junger Senegalese verwickelt uns später in ein Gespräch über seinen sehnlichsten Wunsch nach Europa zu gehen, um dort zu arbeiten. Wir bieten all unsere Argumentskönnen ein, ihn zu überzeugen, dass dies keine gute Idee ist. Aber ein langer gehegter Traum lässt sich nicht einfach weg argumentieren. So geht der Tag irgendwie vorüber. Gegen 21 Uhr setzen sich die Mitreisenden in Bewegung. Tatsächlich. Der Schaffner hat gepfiffen. Einsteigen! Der Zug vor uns fährt wieder auf den Gleisen und wir gemächlich hinter her.

Version française: 11 heures à Bala
Lorsque l’Express Dakar-Niger s’arrête à Bala, il manque quelque chose, à savoir les marchands habituels qui, à la vitesse du vent, piaffent autour des fenêtres du train pour proposer leurs marchandises : des arachides, de l’eau glacée dans des bouteilles en plastique, des œufs, des melons, des bananes. En fait, en temps normal on peut acheter sur le tronçon à chaque halte. Mais ici à Bala, rien de tout cela. Nous nous trouvons ici sur une section dans un état particulièrement mauvais de la voie ferrée. Pour parcourir la distance de 180 kilomètres séparant Tambacounda de Kidira, située à la frontière malienne, le train met en moyenne 10 heures. Et nous avons déjà réussi à en faire le tiers. Mais là, le sifflet redoublé du contrôleur, généralement suivi du vrombissement de la locomotive se mettant en marche, tarde par trop à se faire entendre. Le train est déjà à l’arrêt depuis plus d’une heure. Nous nous dégourdissons les jambes le long des wagons pour nous rendre finalement à hauteur de la locomotive. Là, le conducteur, penché avec nonchalance à la fenêtre, jette un regard blasé sur nous. « Bonjour, ça va ? », „Pourquoi est-ce que nous ne poursuivons pas notre route ? », « Un train de marchandises est sorti des rails juste devant nous». L’attente forcée qui s’ensuivra et qui durera des heures est officialisée en ces termes. L’étape prévue à la gare de Bala a été rayée du programme et c’est la raison pour laquelle nous n’avons pas aperçu l’ombre d’un marchand. Nous éprouvons presque des regrets que ce n’ait pas été notre train à nous qui ait déraillé, ce qui aurait fait de nous les témoins privilégies d’une opération de remise des wagons sur les rails. Bala, on en a est vite fait le tour : quelques cases, des étals couverts vides d’un marché, une boutique et un restaurant au bord de la route. Sinon rien. Le train à l’arrêt coupe le village en deux, créant ainsi un problème de circulation intra-villageoise. Des groupes entiers d’élèves, des femmes avec leurs enfants passent carrément par le train pour se rendre de l’autre côté. Ils escaladent péniblement les marches pour monter dans le train avant de redescendre tout bonnement de l’autre coté. Seules les chèvres trouvent cette manœuvre par trop laborieuse.
Assises à l’ombre d’un arbre prodiguant une ombre bienvenue nous nous entretenons avec les autres voyageurs autour d’un thé sucré sur nos différentes provenances et destinations. De fil en aguille un jeune sénégalais nous entraîne un peu plus tard dans sa conversation favorite portant sur son désir le plus ardent, à savoir aller en Europe pour y travailler. Nous mettons en œuvre toutes nos capacités de persuasion pour le convaincre que ce n’est pas une bonne idée. Mais un rêve aussi longuement rêvé ne se laisse pas aussi facilement interrompre à coups d’arguments. Et c’est dans cette ambiance que la journée s’étire. Vers 21 heures, nos compagnons de voyages sont soudain pris de fébrilité. Personne n’ose y croire. Le contrôleur a sifflé. Deux fois. Tous à bord ! Le convoi devant nous roule à nouveau sur les rails, et le nôtre le suit nonchalamment.

Tags: dakar-niger-express, entgleist
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Zugleben - La vie à bord du train

January 18th, 2008

[Version française en bas]

Die Reisenden des Dakar-Niger-Express setzen sich in der 2. Klasse vor allem aus Händlern oder besser Händlerinnen zusammen. Einige Frauen Mitte 40 scheinen die Form des kleinen Warenaustauschs zwischen Dakar und Bamako in ihren Händen zu haben. Sie feilschen hart um ihr Gepäck. 30 Kilogramm sind kostenlos, für den Rest muss draufgezahlt werden. Da wird mal auf die Tränendrüse gedrückt, um die reichlichen Kartons Rosinen kostenlos befördern zu können. Mal wird lautstark argumentiert. Und alle lachen meist am Ende. Den Händlerinnen steht eine ganze Mannschaft jüngerer Männer zu Verfügung, die auf Zuruf Dinge erledigen, schnell aus dem Zug springen und Wasser holen oder Essen kaufen. Neben ihnen reist eine Gruppe blinder alter Männer mit in unserem Abteil. Sie werden begleitet von Frauen und ein paar Kindern. Und natürlich gibt es unzähliges Gepäck, das die Gänge, Sitze und Ablagen ausfüllt.
Von Zeit zu Zeit schiebt sich eine Delegation von ca. sechs Personen durch den Zug: vorne weg ein bis zwei eher ungemütliche Männer in schwarzer Uniform. Ihre Aufgabe ist es, die Reisenden mit Nachdruck darauf zu hinzuweisen, ihre Tickets bereit zu halten und den illegalen Mitfahrern eine letzte Warnung zu geben, sich schnellst möglich auf das Dach des Zuges zu begeben. Sofort ist unser Abteil um die Hälfte der Mitfahrer verringert worden. Sämtliche junge Männer, die gerade noch geschlafen oder diskutiert haben sind verschwunden. Nachdem die Delegation - sie besteht weiterhin aus dem Sicherheitschef, zwei Männern der Gendarmerie und letztlich dem Fahrkartenkontrolleur- ihren wichtigen Auftritt hatte, kehrt Normalität ein. Bald ist das Abteil wieder gewohnt voll.
Im Zug wird über all ohne Sorge gekocht. So richt es mal nach Tee, mal nach Fleisch mit Reis. Wer will, beziehungsweise breit ist, wagemutige Sprünge über die Wagonverbindungen zu machen, kann auch im Zugrestaurant speisen. An der Bar hängen ein paar betrunkene Typen schräg auf den Hockern. In der Küche wird bei all dem Geschaukel im Zug auf offener Flamme bei Saunatemperaturen Essen gekocht.

Version française: La vie à bord du train
Les personnes voyageant en deuxième classe se composent avant tout de marchands ou disons plutôt de marchandes. Une poignée de femmes dans la force de la quarantaine semble détenir entre ses mains les clefs de la destinée du commerce de marchandises entre Dakar et Bamako. Elles marchandent avec pugnacité le convoyage de leur fret. En effet, 30 kilogrammes sont convoyés à titre gracieux, mais pour le surplus, il faut passer à la caisse. Alors, on se sert parfois des glandes lacrymales comme manœuvre pour acheminer sans bourse délier les nombreux cartons de raisin sec. Parfois on argumente en élevant la voix pour parvenir à ses fins. Et la plupart du temps, c’est par des rires que se terminent ces tractations. Les marchandes ont à leur disposition toute une escouade de jeunes adultes qui exécutent sur leurs injonctions toutes sortes de petites tâches, ils sautent prestement du train pour aller chercher de l’eau ou encore pour aller acheter à manger. Installé à côté d’eux voyage un groupe de vieux hommes aveugles. Ils sont conduits par des femmes et par quelques enfants. Et bien sûr il y a d’innombrables bagages qui envahissent les couloirs et les sièges et d’autres qui débordent des compartiments à bagages.
De temps à autre, une délégation composée d’environ six personnes se fraie ostensiblement un chemin à travers le train : en avant-garde un ou deux hommes à l’air peu commode vêtus d’uniformes noirs. Leur tâche consiste à signifier fermement aux voyageurs de tenir leurs billets prêts pour le contrôle et subsidiairement de donner aux resquilleurs un dernier avertissement, en leur suggérant de se rendre aussi rapidement que possible sur le toit du train, leur seul refuge. Du coup, notre compartiment se vide de la moitié de ses occupants. Tous ces jeunes hommes qui, il y’a quelques instants encore, étaient en train de piquer un somme ou de discuter ont disparu. Tout revient à la normale une fois que la délégation - elle est, en plus des deux agents en uniforme, composée du chef de la sécurité et de deux gendarmes qui encadrent le contrôleur - a fait son passage remarqué. Bientôt le compartiment est à nouveau plein à craquer comme à l’accoutumée.
Dans le train on fait partout la cuisine sans problèmes. C’est ainsi que ça sent parfois le thé ou à d’autres moments le riz à la viande. Ceux qui veulent enjamber les raccordements entre les wagons, ou disons plutôt ceux qui en sont capables, peuvent prendre leur repas dans le wagon-restaurant. Au bar quelques types saouls semblent comme vissés de travers sur leurs tabourets. Dans la cuisine, malgré les secousses, on fait la cuisine à la flamme vive dans des températures dignes d’un sauna.

Tags: dakar-niger-express, entgleist
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  • Anja Barth und Tina Hilbert berichten auf diesem Blog exklusiv aus Westafrika über den legendären Dakar Niger Express. Sie geben ihre Erlebnisse und Eindrücke wider und liefern erste Ergebnisse der Recherche.

    Anja Barth et Tina Hilbert font sur ce blog un témoignage exclusif en Afrique de l’Ouest portant sur le légendaire Express Dakar-Niger. Elles restituent leurs expériences vécues et impressions et livrent les premiers résultats de leurs recherches.

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